Propangasflasche – Vorsorge ist besser als Nachsorge

Propangasflasche - Vorsorge ist besser als NachsorgeIst bei Ihnen eigentlich auch das ganze Jahr über Grillsaison? Haben Sie sich eine kleine, windstille Ecke auf der überdachten Terrasse eingerichtet, wo der Gasgrill während des gesamten Jahres genutzt werden kann? So ein Gasgrill hat gegenüber dem Holzkohlegrill so einige Vorteile. Doch der Umgang mit der Propangasflasche will gelernt sein. So einiges gibt es zu beachten, damit die Nutzung des Gasgrills absolut gefahrlos ist. Dies lässt sich zum Glück schnell lernen.

Welche Einheiten werden angeboten?

Wer eine Gasflasche erstehen möchte, kann zwischen einer 33kg, einer 11kg- und einer 5kg-Flasche. Schmeißen Sie den Grill nur wenige Male im Jahr an, werden Sie mit der 5kg-Flasche problemlos auskommen. Nutzen Sie die Grillsaison, um ihn regelmäßig in der Außenküche einzusetzen, sollte es zumindest die 11kg-Flasche sein.

Die große, 33kg-Flasche kommt für Profi-Griller in Frage. Sie gehört somit in den gewerblichen Bereich.

Egal für welche Größe Sie sich entschieden haben, ist es immer angeraten, eine Ersatzflasche zu Hause zu haben. Nicht immer hat man, gerade wenn die Propangasflasche nicht regelmäßig genutzt wird, die Füllmenge wirklich im Blick. Es wäre fatal, wenn das Gas ausgeht, während man gerade beim Grillen ist.

Die Preisfrage

Wie so oft sind die größeren Flaschen letztlich günstiger als die kleineren. Natürlich kann man sich auch mit kleinen Propangasflaschen, die dann öfter gewechselt werden müssen, durch die Grillsaison bringen. Allerdings sind diese auch im Vergleich teurer. Dennoch sollten Sie darauf achten, dass die Flaschen optimal in den Unterschrank des Grills passen. Hierzu sollten Sie wissen, dass die 5kg- und die 11kg-Flasche problemlos in die handelsüblichen Grills hineinpassen.

Sollten sie wider erwarten nicht passen, müssen sie derart verstaut werden, dass sie der Witterung in keinster Weise ausgeliefert sind.

Warum haben die Gasflaschen unterschiedliche Farben?

Die roten Flaschen sind ausschließliche Leihflaschen. Die grauen hingegen können gekauft werden. Allerdings ist bei den grauen Propangasflasche in regelmäßigen Abständen für ein neues Prüfsiegel zu sorgen. Bei der roten Flasche, die ja stets wieder an den Gashandel zurückgegeben wird, können Sie stets von einem geprüften Verschluss ausgehen. Denn für die Sicherheit der Gasflaschen hat der Verleiher zu sorgen.

Ein weiterer Vorteil der Leihflaschen ist, dass sie an vielen Stellen ausgetauscht werden können. Es wird stets nur das Gas, aber nicht die Flasche selber bezahlt. Ob die aktuelle Flasche gegen eine andere Flasche, die frisch aufgefüllt wurde, ausgetauscht wird oder die zurückgebrachte Leihflasche in wenigen Minuten neu aufgefüllt wird, ist in diesem Fall unerheblich. Sie zahlen in beiden Fällen nur das Gas.

Wo kann ich Propangasflaschen kaufen / leihen?

Die Nachfrage nach Propangasflaschen ist mit der steigenden Anzahl der Gasgrills in den Haushalten ebenfalls gestiegen. Daher sind auch immer mehr Stellen zu finden, an denen Sie die Flaschen tauschen oder auch kaufen können. Dies sind die üblichen Stellen:

  • Campingplätze
  • Tankstellen (bei weitem nicht alle)
  • Getränkemärkten (insbesondere in Ferienorten)
  • Camping-Fachgeschäften
  • Baumärkten

Da aber nicht alle Verkaufsstellen auch über alle Größen verfügen, sollten Sie sich vor dem Kauf des Gasgrills informieren, ob die entsprechende Flasche leicht erhältlich ist, ohne diverse Kilometer hinter sich bringen zu müssen.

Der sichere Transport einer Propangasflasche

Die Propangasflasche sieht sehr stabil aus. Bei einer Vollbremsung jedoch würde sich sie jedoch in ein tödliches Geschoss verwandeln, wenn sie nicht gesichert ist. Daher ist es am sichersten, wenn sie hinter den Beifahrersitz gestellt wird. Dieser kann so weit wie möglich zurückgeschoben werden. Sie sitzt dann fest eingeklemmt zwischen Beifahrersitz und Rücksitz und könnte sich nur bei einem Überschlag lösen.

Zudem wird eine Schutzkappe benötigt. Sie sorgt dafür, dass sich das Ventil nicht öffnen kann.

Bitte lassen Sie die Flasche nur während des Transportes im Fahrzeug. Besonders im Sommer können die Temperaturen im Fahrzeug schnell ansteigen, sodass Gas austreten könnte.  Dies geschieht ab circa 65°C Raumtemperatur.

Ein letztes in puncto Transport: Sollten Sie in eine Polizeikontrolle geraten und die Propangasflasche ist nicht ausreichend gesichert, kann es zu einem hohen Bußgeld kommen.

Wie lagere ich die Propangasflasche?

Jetzt gilt es aufzupassen, denn eine Gasflasche will richtig aufbewahrt werden. Im Winter ist es ausreichend, wenn der Platz geschützt und überdacht ist. Im Sommer jedoch, wenn die Gasflasche regelmäßig zum Einsatz kommt, sollte sie entsprechend gesichert werden:

  • Kühl
  • Schattig
  • Trocken

Verschiedene Optionen stehen zur Verfügung. Wer die Flasche nicht aus dem kühlen, trockenen Lagerraum jeden Tag neu zum Grill tragen möchte, sollte einen entsprechenden Aufbewahrungskasten aus Holz bauen. Doch Achtung – dieser muss gut durchlüftet sein. Auch dürfen keine Senken oder Löcher im Boden befinden. Sollte tatsächlich Gas austreten, würde es sich darin sammeln. Dies gilt für die Ganzjahres-Lagerung. Wichtig ist die kühle Unterbringung, um einer Explosion vorzubeugen.

Während der Sommermonate wird die Gasflasche für gewöhnlich am Grill belassen. Dieser sollte dennoch vor der Sonne geschützt werden und natürlich auch trocken stehen. Sollten Sie ihn für längere Zeit nicht verwenden, sollte die Flasche vom Grill getrennt werden. Beim erneuten Anschließen sind die Ventile dann auf Dichtigkeit zu prüfen. Dies kann mit Hilfe eines Prüfsprays, das unter anderem im Campingfachhandel erhältlich ist, durchgeführt werden.

Wie sieht es mit dem Gasregler aus?

In diesem Punkt wird zwischen Gasreglern für Geräte im Außenbereich und Geräte für den Innenbereich unterschieden. Im Innenbereich werden Druckminderer verwendet. Insbesondere die für den Innenbereich unterliegen hohen Sicherheitsbestimmungen. Es versteht sich von selbst, dass die Geräte für den Innenbereich auch im Außenbereich einsetzbar sind. Umgekehrt sollte dies aber nicht gemacht werden, da die Sicherheitsstandards nicht so hoch angelegt sind.

In Deutschland werden vorwiegend Gasregler mit 50 mbar verwendet. In anderen europäischen Ländern werden dagegen nur Regler mit 30 mbar eingesetzt.

Gasflaschen auch in der Wohnungsküche?

Immer öfter hört man davon, dass Menschen auch in der heimischen Küche Propangasflaschen verwenden. Dies ist durchaus verständlich, wenn man sich die steigenden Strompreise anschaut. Insbesondere das Propangas ist im Vergleich noch sehr günstig. Sollte ein Gasherd an die reguläre Gasversorgung angeschlossen werden, ist dies eine Aufgabe für den Fachmann. Denn dieser trägt die Sorgfaltspflicht für diesen offiziellen Anschluss wie auch für die Gasanschlüsse der Heizung.

Wird der Gasherd jedoch über eine Propangasflasche angeschlossen, entscheiden sich viele Nutzer, den Anschluss selber einzurichten. Frei nach dem Motto: Was ich am Grill anschließen kann, kann ich doch auch am Küchenherd verrichten. Das mag zwar grundsätzlich richtig sein. Zudem gibt es viele Anleitungen, wie der Anschluss an den Gasherd korrekt zu montieren ist. Keine Frage. Auch die Unterstützung durch das Leck-Such-Spray ist sicherlich eine große Hilfe. Und doch sollte man im Innenbereich letztlich einen Gasfachmann zur Abnahme des Anschlusses rufen. Sie wissen ja: Sicherheit geht vor!

Gasgrill = regelmäßiger TÜV?

Es ist korrekt, dass gewerblich genutzte Gasgrills, etwa auf dem Imbiss-Wagen oder in der Gastronomie in regelmäßigen Abständen sowohl gewartet als auch vom TÜV abgenommen werden müssen. Diese Wartung kann von dem Gasinstallateur in Ihrer Region ausgeführt werden. Sie ist unter anderem eine wichtige Maßnahme für die Versicherung. Denn sollte trotz aller Sorgfalt etwas aufgrund eines Defektes des Gasanschlusses passieren, so würde die Versicherung ohne regelmäßige Wartungs- und Abnahmenachweise vermutlich nicht zahlen.

Propangasflaschen – sie sind vielseitig einsetzbar, relativ leicht zu transportieren und kostengünstig. Vielleicht ist es doch gar nicht so übel, die Küche in den Sommermonaten nach draußen zu verlegen und dort mit Gas zu kochen. Es lohnt sich, einmal darüber nachzudenken.